September 9

5 PUNKTE, UM SISTERHOOD ZU ERLEBEN

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Wie können wir Frauen WIRKLICH zusammenstehen?

Uns supporten?

Uns zusammenschliessen, in heilenden Räumen, frei, wild, laut, leise, zurückhaltend, bunt, gross, klein?

Und selbst sein, authentisch, frei von Vorstellungen und Bildern und Idealen?

Wie können wir einen SISTERHOOD bilden, der uns WIRKLICH unterstützt?
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Wo anfangen?
Beim vergleichen?
Beim Neid?

Manchmal erwischt mich das Vergleichmonsger auch –

“Schau mal, die da ist viel selbstsicherer // bekannter // professioneller blabla als du!!!”

All das und viel mehr hat das Vergleichsmonster mir gesagt.

Heute möchte ich über diese Stolpersteine sprechen- die uns immer noch davon abhalten, uns wirklich miteinander zu verbinden und radikal zu supporten.

Da sind so viele Wunden.
Da ist so viel Schmerz.
Und das ist ok.

Diese Dinge sind mir aufgefallen.
Diese Dinge machen wahren Sisterhood für dich unmöglich.
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1. JUDGMENT
Ich bin anders als du!
Ich bin besser als du!
Du bist besser als ich!
Diese Auf- und Abwertungen halten uns klein, getrennt voneinander, sie lassen uns einen Kampf kämpfen, den wir nie und nimmer gewinnen können.
Sisterhood heisst, ALLE Frauen mit einzubeziehen.
((und mit Frauen mein ich immer und always und forever alle, die sich als Frauen identifizieren.))
Indem wir andere verurteilen, halten wir Rassismus, Vorurteile, Kasten-Systeme weiterhin aufrecht.
Wir gehören ALLE zusammen.
Wir können soooo wachsen, an den Frauen, die ANDERS sind als wir selbst.

Das Gegenmittel: Mitgefühl und Demut.
Versuche, in den Schuhen dieser anderen Frau zu gehen. Fühle in sie rein- was sie alles durchgemacht hat.
Sie ist ein Mensch- sie struggelt, sie fühlt sich manchmal genauso klein und unsicher wie du.



2. VERLETZTE GEFÜHLE
Mmmh ja, wir kennen es alle.
Das mit-dem-Finger-zeigen.
“Du hast das und das gesagt! Du hast das und das getan! Ich fühle mich nicht gesehen, nicht ge-wertschätzt, ich fühle mich missverstanden!”
Mmmmh, wir fühlen so viel. Wir fühlen tief. Wir sind Wasser. Wir tauchen ein in die Gefühle.
Wir erwarten, dass eine Frau* sich auf eine bestimmte Art und Weise verhält.
Dann tut sie das nicht.
Und wir sind enttäuscht.
Wir werden verletzt, wenn wir unser Herz öffnen, und es nicht gesehen wird.
Wenn wir nicht anerkennt werden.

Hier kommt das Gegenmittel:
Verletzlichkeit.
Verletzlichkeit ist die Quelle unserer grössten Macht und Kraft.
Oft, wenn wir verletzt werden, igeln wir uns ein, ziehen uns zurück. Wir sind offensiv oder defensiv.
Was, wenn wir genau DIESE Verletzlichkeit offenbaren?
Uns genau SO zeigen, mit offenem Herzen darüber sprechen, was das mit uns macht?
Hier eine einfache Formel, wie du das machen kannst:
“Ich habe mich total alleine und unverstanden gefühlt, als du XY gemacht // gesagt hast. Es hat mich an XY erinnert. Es interessiert mich, wie es für dich war, als du XY gesagt // getan hast, sodass wir uns besser verstehen können.”



3. AUSSCHLUSS
Eines unserer Grundbedürfnisse ist es, zugehörig zu sein.
Und wir alle haben unsere eigenen Stories und Wunden, wenn es um Zugehörigkeit geht.
Stories aus der Familie, der Schulzeit, der Jugend….
Wir wurden nicht eingeladen. Wir durften nicht dabei sein. Wir wünschten uns, ein Teil von etwas zu sein, was uns aber nicht möglich war.
¨Darunter liegt die Todesangst- DIE grösste Angst überhaupt.
Nicht dazuzugehören triggert diese Angst- denn vor vielen Jahren wären wir ohne unseren Stamm dem sicheren Verderbnis ausgeliefert gewesen.
Soooo gross ist diese Angst!

Das Gegenmittel: Akzeptanz.
Das beginnt in dir selbst. Dich so zu akzeptieren, wie du bist. Wunderbar, ok, genug, liebenswürdig. Du brauchst keine Bestätigung, es reicht, einfach DU zu sein.



4. KONKURRENZ
Ui. Gross. Sehr, sehr gross.
Danke Patriarchat, das hast du echt toll gemacht!
Aber wir kriegen das wieder hin ❤
Wir konkurieren wegen einem Mann, einer Stelle, unserem Aussehen etc.pp.
Diese Angst, dass nicht genug für alle da ist, das wir zueinander in Konkurrenz stehen, dass uns irgendwas genommen wird ist tief eingeprägt. ((Hei, Kapitalismus! Danke du alter Furz!))
Wir haben uns klein gehalten, weil wir andere nicht anpissen wollten mit unserem Licht, unserem Esprit, unserer Sexyness.
Wir hatten Angst, dass wir etwas verlieren, wenn wir uns so zeigen, wie wir sind.

Das Gegenmittel: Zusammenarbeit und Kollaboration
Wir sind so viel stärker zusammen. Wir können so viel kreieren, wenn wir uns zusammen tun.
Nein, all diese Stolpersteine werden wir dadurch nicht einfach auslöschen- aber wir können einen bewussten Diskurs darüber führen. Es gemeinsam verdauen und prozessieren.
Sehen, wie sich alles ins unendliche potentiert, wenn wir uns zusammen tun! ❤



5. GOSSIP!
Mh ja, wieviele Frauen lieben es, sich die Mäuler zu zerreissen über andere.
“Was glaubt sie, wer sie ist!”
“Diese Schlampe!”
Du weisst, was ich meine…. und so halten wir uns klein, weil wir bloss niemanden eifersüchtig machen wollen, weil wir verhindern wollen, das jemand über uns schlecht redet.
Und so tragen wir weiterhin diese Angst in uns, uns mit einer Gruppe von Frauen zu verbinden.
Du kannst schlicht und einfach nicht authentisch DU sein, wenn du ständig Angst davor hast, was andere über dich denken oder reden könnten….

Das Gegenmittel: Celebrate The Shit Out Of One Another!
Etwas, das ich in den letzten zwei Jahren gelernt habe und nun auch in meinen eigenen Kursen knallhart einfordere, ist, sich gegenseitig abzufeiern!
Sich wahrhaftig und ehrlich über die Erfolge von anderen zu freuen, uns davon inspirieren zu lassen, statt sie zu beneiden ((Das wäre doch eigentlich MEIN Stück vom Kuchen!!!??))

Jede Frau, die erfolgreich ist, in dem, was sie tut, leistet einen grossen Beitrag für DICH- sie tut das immer fürs weibliche Kollektiv und wir ALLE können davon profitieren.

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Und so passiert das manchmal auch mir – vergleichen, Konkurrenz, sogar Neid.
Immer weniger, aber doch noch ab und zu.

Und wenn ich mich da reinziehen lasse, läuft das meist so:
Zuerst ein Gefühl der Inspiration- danach ein “Scheisse! Ich muss mehr machen! Mein Kleid ist mir zu eng- ich will wachsen, ich will mehr und besser und DIE haben das alle schon. Und ich??? Für mich interessiert sich keine Sau! Ich muss noch mehr dies und das und tralalala”

Was mir dann hilft?

Der Körper Körper.

Wei die Vergleichskacke im Mental Körper abläuft, und mich der Körper Körper jedesnal sofort da raus und IN den Moment reinholt.

Ich kann mich runterholen.
Mich in Liebe halten.
Mich anerkennen.
Mich verbinden, mit ALLEN Frauen und die tiefe Freude spüren, dass soooo viele Frauen((und es werden immer mehr!!! THE WITCHES ARE BACK! ❤ )) aufstehen, ihre Macht zurückholen, führen, in Liebe und Mitgefühl.
Die Welt braucht das so dringend!

Was mir auch hilft?

Das ich sehr genau weiss, was ich will und warum ich es will. Ich habe no space für bullshit.

Und die grosse Welt ist die kleine Welt.
Solltest du also bald mal in einer lauschigen flauschigen Mädelsrunde sitzen, und hören, wie das Gossip-Monster um sich schlägt- wie die Mädels anfangen, schlecht über andere zu sprechen oder sonstwie miteinander konkurrieren:


SPEAK UP!


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